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Mode: damals und heute
By admin | Oktober 31, 2011
Stile ändern sich, und gerade an der Damenmode kann man den Wandel der Gesellschaft gut beobachten. Jahrhunderte lang war es üblich, Frauen in lange Kleider und mehrere Unterröcke zu stecken und einzuschnüren. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts trat ein deutlicher Wandel ein. Die Kleider wurden kürzer, der Stil maskuliner. Die Säume wanderten nach oben, und besonders freizügige Damen zeigten im Badekostüm sogar ihre Knie! Kleider teilten sich in Ober- und Unterteil.
Die Damenunterwäsche änderte sich deutlich mit Erfindung des Büstenhalters, der Schnürmieder weitgehend unnötig machte. Schlüpfer traten an Stelle der langen Unterhosen und ermöglichten mehr Bewegungsfreiheit.
In den Vierzigern und Fünfzigern wurde eine deutliche Rückkehr der weiblichen Formen propagiert. Hüfthalter und Formbodys brachten die Figur in Form.
Die Fünfziger waren eine Huldigung der Weiblichkeit, mit schwingenden Röcken, Wespentaillen und betonten Dekolletees. Einige gewagte junge Mädchen trugen bereits Jeans und Shirts.
Anfang der Sechziger Jahre trat erneut ein Wechsel ein, die Kleider wurden kürzer, und der Minirock war für nahezu jede Figur Pflicht.
Jeans etablierten sich in den Siebzigern als Alltagskleidung. Mit dem Eintritt der Frauen in die Wirtschaft wurden Hosen gesellschaftlich immer akzeptabler und verdrängten im Alltag die Kleider.
In den Neunzigern setzte sich der androgyn-künstliche Look durch. Kastige Hosen und Jacketts beherrschten die Laufstege. Formen betonende Kleidung wie Leggings wurden mit übergroßen T-Shirts und Pullovern kombiniert.
Beim Grunge-Look galt: je zerrissener die Jeans und T-Shirts desto besser, oft teuer bezahlt. Diverse Stilmittel aus dem Rotlichtmilieu wurden übernommen.
Heute ist eine Vielfalt an Stilen tragbar. Erlaubt ist, was gefällt. Gerade an den vergangenen Dekaden orientiert sich die Modewelt derzeit sehr stark.
Auch in der Mode für Mollige zeigt sich dieser Trend, gerade taillierte Kleider mit hübschem Dekolletee oder Empirelinien können hier sehr schmeicheln. Der Fifties-Look feiert ein Comeback, nahezu jeder Kleiderschrank hat Leggings vorzuweisen, und die kunstvoll zerrissene Jeans gehört auch heute noch zum Standardrepertoire der Designer.
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